Einweihung des neuen Axialverdichter- labors

Am 23.11.2016 wurde in einem feierlichen Rahmen am Lehrstuhl für Turbomaschinen und Flugantriebe (LTF) das neue Axialverdichterlabor offiziell eingeweiht. Der Prüfstand, welcher in Kooperation mit General Electric (GE) seit 2013 aufgebaut wurde, steht zukünftig für erstklassige Forschung im Bereich der axialen Verdichter bereit und füllt eine lang bestehende Lücke bei der experimentellen Technologieentwicklung auf dem Weg zu einem im Produkt einsetzbaren Verdichter. Das „Schub geben“ hat allen viel Freude bereitet und hat eine der schönsten Aufnahmen des Tages ergeben. Das Axialverdichterlabor spielt eine zentrale Rolle für das Wachstum des Lehrstuhls für Turbomaschinen und Flugantriebe und wird über die seit jüngstem vorliegenden exzellenten Ergebnisse hinaus in den nächsten Jahren weitere hoch-innovative Technologien und Forschungsresultate hervorbringen. In diesem Sinne wurde bei der Einweihung von den Partnern und Fördergebern des Projektes mit vereinten Kräften am richtigen Hebel „Schub gegeben“.

Prof. Wolfgang A. Herrmann (Präsident der TUM), Dipl.-Inf. Pongratz (Vize-Präsident IT der TUM), Prof. Nikolaus Adams (Dekan der Fakultät Maschinenwesen), Peter Bentzinger (Bundesprojektträger Luftfahrt), Ministerialrat Dietmar Schneyer (BayStMWi), Prof. Volker Gümmer (Ordinarius LTF), Dr. Carlos J. Härtel (President GE Germany & Director GE Global Research Europe) (v.l.) am “Schubhebel” des Axialverdichters.

Im Beisein des Präsidenten der TU München, Prof. Wolfgang A. Herrmann, des Präsidenten von GE Germany, Dr. Carlos J. Härtel, und des Referatsleiters für Luft- und Raumfahrttechnologie des Bayrischen Staatsministeriums, Ministerialrat Dietmar Schneyer, wurde das Labor in Betrieb genommen. Im Anschluss daran unterstrichen die geladenen Redner die Wichtigkeit des Projekts im Hinblick auf die künftige Forschung und die Kooperation zwischen Industrie und Universität.

Am Nachmittag konnten die Gäste im Rahmen verschiedener Führungen die unterschiedlichen Labore des Lehrstuhls kennenlernen und genauer in Augenschein nehmen. Dabei zeigte sich ein großes Interesse an der Arbeit und neuen Ausrichtung des Lehrstuhls für Turbomaschinen und Flugantriebe.

Das Axialverdichter-Projekt wurde beginnend im Jahre 2011, noch unter der damaligen Lehrstuhlleitung (Prof. Hans-Peter Kau) zusammen mit GE und unter Förderung des Freistaats Bayern initiiert und erweiterte die bestehenden Beziehungen zwischen GE und dem Lehrstuhl, die gemeinsam bereits einen Prüfstand für Radialmaschinen betrieben. Nach mehreren Jahren der aufwendigen Entwicklung, Konstruktion und Aufbau konnte im Frühjahr dieses Jahres der Prüfstand erfolgreich zum ersten Mal bei niedrigen Drehzahlen in Betrieb gehen und es wurde über die Folgemonate nach und nach in seinem kompletten Leistungsbereich gefahren. Somit steht das Axialverdichterlabor ab jetzt in seinem gesamten geplanten Anwendungsspektrum für vielfältige Forschungsarbeiten zu Verfügung.

Ministerialrat Dietmar Schneyer, Dr. Carlos J. Härtel, Prof. Dr. Volker Gümmer, Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann (v.l.) am Axialverdichter.

Das Labor dient der Untersuchung ganzer Axialverdichterstufenverbände und ermöglicht es, diese hinsichtlich ihres Betriebsverhaltens, ihrer Betriebsstabilität und ihrer örtlichen Strömungsqualitäten bewertet zu können. Das Axialverdichterlabor dient Untersuchungen auf hoher Technologiereifestufe im Bereich zwischen einfachen Komponentenprüfständen (z.B. Gitterwindkanälen) und produktfertigen Verdichtern im Gesamtkerntriebwerk. Durch diese stufenweise orientierte Technologieentwicklung werden Entwicklungsrisiken in Bezug auf Kosten und zeitliche Treffsicherheit erheblich gesenkt.